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Deutsche Gesellschaft für
Wundheilung und Wundbehandlung e. V.

Unsere Vision: Jede Wunde ist heilbar, jede chronische Wunde vermeidbar

Akne inversa

EsmAiL“ – ein gefördertes Projekt des Innovationsfonds

Das Projekt „Evaluation eines strukturierten und leitlinienbasierten multimodalen Versorgungskonzepts für Menschen mit Akne inversa“, kurz „EsmAiL“, wird finanziert aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen (Förderkennzeichen: 01NVF18008).

Mit dem geplanten Projekt soll eine neue Versorgungsform zur effizienten, strukturierten, interdisziplinären, sektorenübergreifenden Therapie der Akne inversa (Ai) erprobt werden. Ziel ist es zu untersuchen, ob evidenzbasierte Therapien kombiniert mit innovativen Interventionen, eingebettet in strukturierte, digitalgestützte Prozesse, die von spezialisierten Akne inversa-Zentren (Kurzform AiZ) durchgeführt oder koordiniert werden, der bisherigen Versorgung überlegen sind. Die Therapie in den AiZ folgt einem definierten Behandlungsalgorithmus, der sich an den Empfehlungen der Europäischen Leitlinie zu Akne inversa orientiert.

Es soll darüber hinaus gezeigt werden, dass sowohl Kliniken und niedergelassene Fachärzte als auch Wundzentren erfolgreich zu einem AiZ qualifiziert werden können. Eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation wird das Projektergebnis messen und bewerten sowie mögliche Limitationen beschreiben.

Die neue Versorgungsform hat nach gelungenem positivem Nachweis hinreichendes Potential, in die Behandlungspraxis überführt und nachhaltig im Versorgungsalltag verankert zu werden.

Kurzinformation zum Ablauf

Die Betroffenen werden beim niedergelassenen Haus- oder Facharzt über die Studie informiert und von dort zu besonders geschulten niedergelassenen Ärztinnen oder Ärzten, sogenannten „Screenern“, überwiesen. Diese „Screener“ informieren die Betroffenen über die Studie, erheben die Erst- und Abschlussbefunde und initiieren die IT-basierte Randomisierung. Danach erhalten die Patienten eine verschlüsselte Nachricht über eine spezielle Patienten-App oder einen Telefonanruf, mit der Information in welche Interventionsgruppe sie randomisiert wurden und welche Schritte folgen.

Die Interventionsgruppe A wird, in der Regel wohnortnah, durch einen vertrauten Haus- oder Facharzt behandelt. Die interventionsgruppe B wird in das nächstgelegene AiZ überwiesen.

Im Projekt wird eine elektronische Fallakte (eFA) zum Einsatz kommen. Durch diese eFA reduziert sich der Aufwand bei der Dokumentation. Kommunikation und Transparenz der Versorgung innerhalb der Versorgungskette werden erleichtert. In diesem Projekt werden weiterhin digitale Behandlungsalgorithmen entwickelt und mittels IT-Unterstützung dem AiZ zur Erstellung des detaillierten, individuellen Diagnose- und Behandlungsplans zur Verfügung gestellt.

Nach 12 Monaten spezialisierter Versorgung und nochmaliger Vorstellung beim unabhängigen Screener werden beide Gruppen ausgewertet. Verglichen werden die Krankheitsausprägung, die Lebensqualität sowie die Reduktion von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Stress im Alltag und die Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.

Teilnehmen können erwachsene gesetzlich-versicherte Patienten und Patientinnen mit Akne inversa aller Schweregrade (Hurley I-III). Unzureichende Kenntnisse der deutschen Sprache sind ein Ausschlusskriterium, da während der Studie auch schriftliche Befragungen stattfinden.

Die Vergütung der projektbezogenen Leistungen der AiZ erfolgt aus den Mitteln des Innovationsfondprojektes.

Interesse bekunden

Sie sind niedergelassene Ärztin / niedergelassener Arzt, versorgen Menschen mit Akne inversa und haben Interesse am Projekt als Zuweiser, Screener oder AiZ teilzunehmen? Dann können Sie einfach mit dem Formular „Interessenbekundung“ Kontakt zu uns aufnehmen.

Danach übermitteln wir Ihnen den „Letter of Intent“. Dieser bildet die Grundlage zur Aufnahme in die Liste potentieller Akne inversa-Zentren (AiZ) oder Screener-Praxen. Danach beginnt der „formale Prozess“ mit Zusendung der Geheimhaltungsvereinbarung. Nach Erhalt der unterzeichneten Geheimhaltungsvereinbarung können wir Ihnen detailliertere Informationen zum Projekt geben. Diese Informationen bilden die Basis für den Abschluss des Kooperationsvertrages als AiZ oder als Screener-Praxis mit der Universitätsmedizin Mainz.